30-10-09
Zeit-verschiebung, gekürzt
* Wieder kein Schubiduh.
In letzter Zeit falle ich zunehmend oft am frühen Abend zwischen 7 und 10 erschöpft ins Bett.
Dafür bin ich dann wiederholt um diese Zeit wach - und mein Verstand auch. Eigentlich stünde mir der Sinn nach dem ersten Ritus des Tages. Ich mag meine kleinen Riten. Sie wirken auf mich ausgesprochen stabilisierend. - Es ist aber zu kalt und ungemütlich draußen, um jetzt (1/2 4)schon mit Milchkaffee und Schreibzeug den neuen Tag anlaufen zu lassen.
Ja, die Zeit wird mir zunehmend kostbarer. Nein, ich bin NICHT unheilbar krank. - Ich werde demnächst dennoch mal schlafen gelegt, um meine Lebensqualität deutlich zu verbessern. - Ausgesprochen zukunftszugewandt finde ich das. - Dennoch merke ich, dass ich Vorsorgen treffen will für den Fall... - das finde ich auch vernünftig. Niemand soll gezwungen werden, ad hoc - und dies wäre IMMER ad hoc - zu entscheiden, ob ich Organspender sein soll (was ich deutlich ablehne) oder ähnliches. - Das auf jemand anderes abzuwälzen, das geht nicht, halte ich für eine Zumutung. So gilt es einiges zu organisieren.
Seit Wochen liegen auch Unterlagen zur medizinischen Aufklärung bei mir rum, welche ich "sorgfältig lesen und unterschreiben" soll. Der Zweck und Nutzen davon ist mir schon klar, allein, ich WILL das aber nicht wirklich lesen! ... Nein, ich will es nicht so genau wissen. Ich werde das unterschreiben und gut is'. (So ähnlich mach ich das auch mit Beipackzetteln.) Eine Vertraute von mir hat einen ausgesprochenen Hang zur Hypochondrie. ... und kaut alle Möglichkeiten durch, sie zelebriert das, sie braucht das für ihre eigene Beruhigung ... das ist mitunter schon anstrengend.
Anstrengend war ich allerdings auch für sie. Wenn meine Seele Not leidet, sucht sie irgendwann jemanden, der zuhört. Und sie ( also ich) fand diesen sympathischen Psychologen, ... der zuhört und vor allem auch etwas SAGT. Mich selbst katapultartig aus einem Lebensgefühl und einer Beziehung herausgeworfen wahrzunehmen, war nicht sooo lustig.
Anlässe, mein Leben weiter zu ändern, gab's also mehr als genug. Selbst ausgesuchte und solche, bei denen ich keine Wahl hatte. Aber ich habe die Wahl, wie ich darauf reagiere.
-
Edit:
So, jetzt setze ich Kaffee auf, und rauch dann dazu eine Ziggi draußen.
Und dann habe ich in wenigen Stunden mehrere Tage Zeit.
Vielleicht fahre ich doch noch einfach zum Kaffee trinken und auf einer Piazza südlich der Alpen sitzen nach Verona. Früh hin - abends zurück. So stelle ich mir eigentlich das Leben vor. Und wenn ich einmal übernachten wollte, dann ginge das auch spontan. Mir wird schon etwas einfallen.
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* Wieder kein Schubiduh.
In letzter Zeit falle ich zunehmend oft am frühen Abend zwischen 7 und 10 erschöpft ins Bett.
Dafür bin ich dann wiederholt um diese Zeit wach - und mein Verstand auch. Eigentlich stünde mir der Sinn nach dem ersten Ritus des Tages. Ich mag meine kleinen Riten. Sie wirken auf mich ausgesprochen stabilisierend. - Es ist aber zu kalt und ungemütlich draußen, um jetzt (1/2 4)schon mit Milchkaffee und Schreibzeug den neuen Tag anlaufen zu lassen.
Ja, die Zeit wird mir zunehmend kostbarer. Nein, ich bin NICHT unheilbar krank. - Ich werde demnächst dennoch mal schlafen gelegt, um meine Lebensqualität deutlich zu verbessern. - Ausgesprochen zukunftszugewandt finde ich das. - Dennoch merke ich, dass ich Vorsorgen treffen will für den Fall... - das finde ich auch vernünftig. Niemand soll gezwungen werden, ad hoc - und dies wäre IMMER ad hoc - zu entscheiden, ob ich Organspender sein soll (was ich deutlich ablehne) oder ähnliches. - Das auf jemand anderes abzuwälzen, das geht nicht, halte ich für eine Zumutung. So gilt es einiges zu organisieren.
Seit Wochen liegen auch Unterlagen zur medizinischen Aufklärung bei mir rum, welche ich "sorgfältig lesen und unterschreiben" soll. Der Zweck und Nutzen davon ist mir schon klar, allein, ich WILL das aber nicht wirklich lesen! ... Nein, ich will es nicht so genau wissen. Ich werde das unterschreiben und gut is'. (So ähnlich mach ich das auch mit Beipackzetteln.) Eine Vertraute von mir hat einen ausgesprochenen Hang zur Hypochondrie. ... und kaut alle Möglichkeiten durch, sie zelebriert das, sie braucht das für ihre eigene Beruhigung ... das ist mitunter schon anstrengend.
Anstrengend war ich allerdings auch für sie. Wenn meine Seele Not leidet, sucht sie irgendwann jemanden, der zuhört. Und sie ( also ich) fand diesen sympathischen Psychologen, ... der zuhört und vor allem auch etwas SAGT. Mich selbst katapultartig aus einem Lebensgefühl und einer Beziehung herausgeworfen wahrzunehmen, war nicht sooo lustig.
Anlässe, mein Leben weiter zu ändern, gab's also mehr als genug. Selbst ausgesuchte und solche, bei denen ich keine Wahl hatte. Aber ich habe die Wahl, wie ich darauf reagiere.
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Edit:
So, jetzt setze ich Kaffee auf, und rauch dann dazu eine Ziggi draußen.
Und dann habe ich in wenigen Stunden mehrere Tage Zeit.
Vielleicht fahre ich doch noch einfach zum Kaffee trinken und auf einer Piazza südlich der Alpen sitzen nach Verona. Früh hin - abends zurück. So stelle ich mir eigentlich das Leben vor. Und wenn ich einmal übernachten wollte, dann ginge das auch spontan. Mir wird schon etwas einfallen.
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nanou - 2009/10/30 04:32
